Tag 2 – Rethymno

Aufstehen, Balkon öffnen und in die Sonne blinzeln… guten Morgen Kreta!
Strahlend blauer Himmel spiegelt sich im Meer und startet mit mir in den zweiten Tag meiner Reise. Ein richtiges Ziel für heute habe ich noch nicht. Ich checke erstmal aus dem Hotel in Bali aus und fahre Richtung Westen. Ich mache einen kurzen Stop in Panormos, nachdem ich beim ersten Mal die Ausfahrt verpasst habe ;-). Das sollte man möglichst vermeiden, denn danach kommt für lange Zeit keine Möglichkeit mehr, die Richtung zu wechseln. Der Kreter würde hier wahrscheinlich eine 180°-Wende auf der New Road machen. Meine deutschen Gene lassen das aber (noch) nicht zu. Anschließend geht’s Richtung Perama. Ein merkwürdiger Anblick, wenn bei einer Außentemperatur von 25 Grad plözlich der Ide auftaucht und die schneebedeckten Gipfel zum Vorschein kommen. Von Perama fahre ich die alte „new Road“ bis nach Stavromenos. Das war bis hierhin schonmal eine etwas höhere Anforderung an das Fahrvermögen als die breite Schnellstraße. Ich behalte die Richtung gleich bei und fahre durch bis Rethymno.

Ich mache einen Bummel durch die Gassen, hebe Geld ab und schlendere am Strand entlang. Heute bleibe ich in Rethymno! Ich hole mein Auto vom Parkplatz (2,50€/Stunde) und fahre Richtung Osten am Strand entlang, bis die Straße endet. Auto abgestellt und die Promenade lang gegangen zwecks Hotelsuche. Flisvos Beach sieht nach dem Preisniveau aus, welches ich eingeplant habe. Die Rezeptionstante zeigt mir das Zimmer und ich nehme es. 33€ incl. Frühstück (ohne geht leider nicht). Ich fahre mit dem Polo zu meinem Autovermieter, der hier in Rethymno seine Niederlassung hat. Man muss das Bremspedal schon ordentlich bearbeiten, damit man zügig zum Stehen kommt. Das scheint mir für meine bevorstehenden Strecken zu riskant. Ein Mitarbeiter macht mit mir eine Probefahrt und stimmt mir sofort zu. Ich bekomme einen anderen Polo mit 16.000km Laufleistung… in knallrot! Also gebt Acht auf Kreta wenn euch der rote Blitz entgegenkommt. Außerdem bekomme ich noch 20€ Cash als Ausgleich für den etwas volleren Benzintank, den ich zurücklassen muss. Einwandfrei wenn man bedenkt, daß es Samstag abends um 19 Uhr war.
Ich gehe in einer Taverne in der Nähe meines Hotels essen und bestelle eine Pizza. Was mir dann serviert wird, nennt man in Deutschland Familienpizza… riesengroß! Ich versichere mich beim Kellner, da ich nicht die XL-Version bestellt habe. Etwas amüsiert meldet sich der Nachbartisch und meint, daß sei hier ganz normal so: „crete is the land of food!“ sagt der Grieche… und ich komme mir plötzlich mit meiner dämlichen Pizza sehr unkultiviert vor. Aber lecker war sie!

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